Airports
ADAC-Rettungshubschrauber "Christoph 1" am Airport München gelandet
Der Besucherpark des Münchner Flughafens ist um eine weitere Attraktion reicher geworden. Zu den drei beliebten, historischen Flugzeugen Junkers Ju 52, Douglas DC-3 und Lockheed L - 1049 G Super Constellation, die jährlich von rund 40.000 Besuchern besichtigt werden, gesellt sich ein im Wortsinn "lebenswichtiges" Kapitel deutscher Luftfahrtgeschichte. Der am Münchner Airport "gelandete" Rettungshubschrauber vom Typ MBB BO 105 wurde als erste Serienmaschine dieser Art ein wichtiger Wegbereiter der Luftrettung in Deutschland. Unter dem Namen "Christoph 1" war der ADAC-Rettungshubschrauber vor 36 Jahren am Harlachinger Krankenhaus stationiert worden und startete von dort aus seine Notfalleinsätze. Dank der schnellen Hilfe aus der Luft werden jährlich Tausende von Menschenleben weltweit gerettet.
Jetzt wurde die BO 105 durch den Geschäftsführer der ADAC-Luftrettung, Friedrich Rehkopf an Peter Trautmann, Geschäftsführer für Verkehr und Technik der Flughafen München GmbH (FMG), übergeben. Für Peter Trautmann ist der Hubschrauber im Kreis der prominenten Ausstellungsstücke aus der Luftfahrthistorie bestens platziert: "Die BO 105 ist ebenfalls ein historischer Meilenstein gewesen, denn sie steht für eine neue Qualität in der Fliegerei - dank der modernen Rettungshubschrauber kann die Luftfahrt heute in aller Welt täglich Leben retten."Der Münchner Airport war Ende der sechziger Jahre an seinem alten Standort in München-Riem auch Schauplatz der ersten Tests, bei denen der Einsatz von Rettungshubschraubern erstmals in Deutschland erprobt wurde. Nicht zuletzt aufgrund der Erfolge dieser Testreihe wurde ab dem 1. November 1970 das sogenannte "Münchner Modell" aus der Taufe gehoben. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Einsätze der markanten, gelben ADAC-Rettungshubschrauber - ausgerüstet nach den jeweils neuesten Erkenntnissen der Notfallmedizin - zur ständigen Einrichtung.
Die BO 105, mit der damals das Zeitalter der Luftrettung in Deutschland begann, stellte auch in technologischer Hinsicht eine echte Innovation dar. Durch ihr Doppeltriebwerk und den gelenklosen Rotor-Kopf konnten Flugsicherheit und Manövrierfähigkeit erheblich verbessert werden. Auch wegen dieser fliegerischen Qualitäten eignete sich die BO 105 hervorragend für jene Rettungseinsätze, die sie dann über Jahrzehnte geflogen ist.
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PDF 14.09.2006




